Giro d’Italia 2017

21 Etappen, 3 Ruhetage, unendlich viel Laktat und großartige Erfolge!!!

Meine zweite Grand Tour ist Geschichte – der 100. Giro d’Italia! Von 5. bis 28. Mai führte diese Landesrundfahrt mit Start in Sardinien über etliche Umwege über die schwersten und höchsten Berge Italiens bis nach Mailand.

BORA-hansgrohe war mit einer sehr jungen Mannschaft vertreten, darunter wir drei Österreicher Lukas Pöstlberger, GC Fahrer Patrick Konrad und ich. Alle unsere Fahrer waren höchstmotiviert und wollten das Beste daraus machen, doch dass uns dies bereits auf der ersten Etappe in diesem Ausmaß gelingt, damit hat wohl keiner gerechnet! Die Bilanz nach Etappe 1 zeigte Folgendes:

Etappensieg: Lukas Pöstlberger (BORA-hansgrohe)
Rosa Trikot (GC): Lukas Pöstlberger (BORA-hansgrohe)
Weißes Trikot (Bester U25): Lukas Pöstlberger (BORA-hansgrohe)
Grünes Trikot (Punkte): Lukas Pöstlberger (BORA-hansgrohe)
Blaues Trikot (Berg): Cesare Benedetti (BORA-hansgrohe)
Beste Mannschaft: BORA-hansgrohe

…und somit war es bereits nach der 1. Etappe an der Zeit, anzustoßen 😉 Noch nie zuvor schaffte es ein Team, ALLE Wertungen zu gewinnen! Und die Draufgabe: Pösti holte als erster Österreicher überhaupt das rosa Trikot – und das auf der ersten Etappe des 100. Giro d’Italia!!! Ein Tag, der in die Radsportgeschichte eingeht!


Aufgrund unseres Erfolges auf der ersten Etappe waren die Motivation und unser Vertrauen dementsprechend groß – das wiederspiegelte auch unsere Performance während des gesamten Giro’s. Mein persönliches Highlight war die Königsetappe, besser gesagt der 16. Renntag dieser Landesrundfahrt. Es ging von Rovetta nach Bormio: 222km, über 5000 Höhenmeter und am Ende hat ein 18. Etappenplatz für mich rausgeschaut! Damit habe weder ich, noch irgendjemand anderer gerechnet. Mein Job war, unserem GC Fahrer Patrick so lange wie möglich zu helfen. Schlussendlich konnte ich bis ins Ziel an seiner Seite sein und ihn unterstützen. Patrick konnte seinen Platz in der Gesamtwertung an diesem Tag verteidigen und blieb in den Top 20. Auf den darauffolgenden Etappen versuchte ich es öfter wieder in eine Gruppe, doch ich hatte kein Glück und wir wurden immer wieder gestellt. Der Weg bis nach Mailand war lange, Kräfte zerrend und hat mir alles abverlangt. Doch die Erfolge, die Zuschauermassen und das Flair sind das alles wert!

Jetzt wird erst einmal etwas gefeiert und entspannt, bevor es in 10 Tagen wieder ins Renngeschehen geht!

Gregor